Keller oder nicht Keller, das ist oft die Frage

Wer ein Einfamilienhaus plant, kommt um eine wichtige Entscheidung nicht herum:Soll das neue Heim unterkellert sein oder nicht. Jeder weiß, dass ein Keller die Kosten eines Neubaus drastisch erhöht. Bis zu einem Drittel cellar-lamp-280256_640der Gesamtkosten können allein in den Keller fließen.

Insbesondere dann, wenn die Lage des Objekts, geologisch gesehen, nicht günstig ist. Steht das Grundwasser zu hoch, führt ein Fließgewässer vorbei, liegt es im Tal oder andere geologische Gegebenheiten können einem neu gebauten Keller sehr zu schaffen machen. Im Extremfall muss das ganze Haus in eine Wanne gebaut werden. Und so eine wasserdichte Wanne zu bauen, ist sehr teuer.

Die Vorteile können überwiegen

Wer einen Keller hat, wird ihn nicht missen wollen. Er ist nicht nur idealer Unterbringungsort für die Dinge, die man sowieso nicht braucht, er beherbergt auch die Heizungsanlage, gegebenenfalls den Öltank und einen Hauswirtschaftsraum. Alles Fläche, die bei der Wohnfläche im Erdgeschoss fehlen würde.

Ein Keller kann einen Trockenraum beinhalten. Wenn dieser neben der Heizungsanlage liegt, kann sogar die Raumluftabwärme der Heizung genutzt werden. Ein Keller hat zudem den Vorteil, dass in der Etage darüber keine so hohen Wärmedämmanforderungen an den Fußboden gestellt werden. Denn der Keller ist meist warm, gut durchlüftet und trägt somit zum Klima in der Wohnetage bei. Zu guter Letzt beinhaltet der Keller alle Versorgungseinrichtungen, was im eigentlichen Wohnhaus aus ästhetischen und Energiespargründen zweckmäßig ist.

Was macht den Bau eines Kellers so teuer

Die Wasserabdichtung. Ein Haus, das eben mit seiner Grundplatte auf der Erde liegt, benötigt keine große Wasserabsperrung. Der Keller liegt per Definition im Erdreich, wenigstens teilweise. Das Wasser drückt also stets von außen in den Keller hinein. Wie stark, hängt wie gesagt, von den geologischen Eigenschaften des Standortes ab. Aufwändige Wasserabsperrungen sind vonnöten. Es reicht kein einfacher Sperranstrich, keine einfache Dachpappeisolation.

Vielmehr muss der Keller rundum mittels entsprechender Abdichtmaterialien mehrfach isoliert werden. Ferner ist eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit zwischen dem Kellermauerwerk und den darüber liegenden Etagen zu schaffen. In jedem Keller sollte, zu mindestens beim Neubau, eine Tauchpumpe mit tiefer liegendem Pumpensumpf installiert sein, falls der Keller einmal verläuft.

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