Ich möchte ein Haus bauen

house-19696_640(1)Diesen Entschluss zu fassen, bedeutet auf alle Fälle die Bereitschaft eine Menge Geld auszugeben. Doch bevor man sich an das eigentliche Projekt des Hausbaues heranmachen kann, gilt es zuerst einmal, den richtigen Bauplatz zu finden.

 

Schon hier tun sich wohl die ersten Schwierigkeiten, auch zwischenmenschlicher Art auf. Denn schließlich ist der Standort des Hauses, das gebaut werden soll, in aller Regel auch der Platz, in dem man in Zukunft leben möchte. Eine wahr gigantische Entscheidung.

Fragen über Fragen

 

Da stellen sich etliche Fragen. Will man in dem Bundesland bleiben, in dem man bisher gewohnt hat? Soll das Haus in der Stadt stehen, in Stadtnähe oder eher auf dem Land? Sicherlich sind das Fragen in einer Partnergemeinschaft, einer Familie vielleicht, an der sich die Geister scheiden. In der Stadt, da gibt es Theater, Kino, Ärzte, Läden en masse, weiterführende Schulen. Auf dem Land, so sagt man, sei es ruhiger, billiger, man hätte mehr gesellschaftliche Kontakte.

 

Ein äußerst wichtiges Argument, dass viele Menschen ob der Klischeebeladenen Argumente des „friedlichen Landlebens“ aber gänzlich unberücksichtigt lassen, ist der Wert des Grundstückes, des Gebäudes in ein paar Jahrzehnten. Investiert man in ein vielleicht äußerst günstiges Grundstück in Mecklenburg-Vorpommern, in einer Abwanderungsregion, kann es durchaus sein, dass Grundstück und Immobilie einem nicht aufzuhaltenden Preisverfall unterliegen.

 

In der Stadt dagegen, vor allem wenn sie eine einigermaßen befriedigende Verkehrsanbindung hat, sind die Preise in aller Regel stabil. Ein paar Dinge, die es auch noch zu berücksichtigen sind: Was wird in den nächsten Jahrzehnten in der Umgebung des Grundstückes passieren? Kommen vielleicht unliebsame Dinge auf den Grundstücksbesitzer zu? Der Bau einer Straße an seinem Grundstück entlang? Da müsste er sich dann finanziell ganz erheblich beteiligen.

 

Das kann ein nicht ganz so gut finanziell abgesichertes Projekt leicht scheitern lassen. Es ist also angeraten, sich den Flächennutzungsplan genau anzusehen. Natürlich ist auch schon vor Ort festzustellen, ob sich irgendwie Industrieanlagen, Giftmülldeponien, große Sportanlagen oder Ähnliches in näherer oder weiterer Nachbarschaft zu finden sind. Der Bebauungsplan verrät dem Grundstückbesitzer, ob er das Gebäude, das ihm vorschwebt, auf dem Grundstück überhaupt realisieren kann.

 

Es ist zwar grundsätzlich möglich, sich gegen solche Störfaktoren im Kaufvertrag abzusichern, in der Wirklichkeit aber wird sich schwerlich ein verkaufswilliger Grundstückbesitzer finden, der solch ein Risiko nicht mit, dem Grundstück zusammen verkaufen möchte. Ein Notar ist beim Grundstückskauf unabdinglich. Der Notar versteht sich als überparteilicher Betreuer aller Beteiligten. Er sorgt für einen lastenfreien Erwerb, überprüft die Eintragung im Grundbuch, checkt finanzielle Lasten auf dem Bauplatz.

 

Eine Vereinbarung im Kaufvertrag beschäftigt sich mit Erschließungskosten sowie Anliegerbeiträgen, also Aufwendungen für Versorgungsleitungen oder Erneuerungen von Gehwegen und. Straßen Hier ist es angebracht, sich eine Anliegerbescheinigung des kommunalen Erschließungsträgers ausstellen zu lassen.

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